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Pedalboard Guide

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Vor dem Kauf, ist nach dem Kauf

Der Titel dieses Kapitels mag etwas Absurd klingen, nur leider werden beim Pedalboard oder beim Effektpedalkauf ein paar ungeschickte Fehler gemacht. Diese führen nachher auf dem Board zu Problemen lassen sich aber von vorneherein vermeiden!

Der erste Schritt bei einem Pedalboard sind natürlich die Pedale selbst. Hier haben sich einige Standardeffekte herauskristallisiert, die sich auf den meisten Effektboards wiederfinden – dazu gehören: Wah Wah, Booster, Overdrive, Delay und ein Bodentuner. Das ganze wird meist noch verfeinert, je nachdem was man spielt und was man braucht, aber damit fängt es zumindest häufig an.

Nun könnte man an dieser Stelle schon anfangen das Board zu dimensionieren, dass möchte ich allerdings noch ein wenig nach hinten schieben und folgende Fragen als Gedankenstütze in den Raum werfen:

  • Welche Pedale benötige ich auf jeden Fall?
  • Wächst das Pedalboard noch oder werden nur noch Effekte ausgetauscht?
  • Ist es bei Regelmäßigen Gigs nötig das ganze Effektboard mitzuschleppen?


In der Regel ist es bei größeren Effektsammlungen so, dass man nur einen geringen Teil für den Grundsound benötigt. Spielt man häufiger kleinere Gigs, ist es deswegen eine Überlegung wert zwei Effektboards zu haben: Das Erste mit den „Basic-Sounds“ und weiteres zur Sounderweiterung. Dies spart euch einige Menge an Gewicht und damit Schlepperei, denn große Effektboards, die in Flightcases Transportiert werden, wiegen in der Tat nicht wenig! Auch sollte bei der Flächenmäßigen Dimensionierung nicht außer Acht gelassen werden, dass häufig Effektbretter weiter wachsen. Also findet bitte die richtige Balance zwischen „gerade noch groß genug“ und „überdimensioniert und schwer“. Ein Tipp: Flightcases aus Birkensperrholz sind zwar stabil aber auch recht schwer. Für den Amateurmusiker tun es deswegen auch Aluminiumkoffer wie sie Beispielweise Rockcase mit ihrem RC 23010A  bzw. RC 23020A  anbietet!
Ein weiterer Punkt, der von vielen bei der Dimensionierung vergessen wird, ist die Tatsache dass viele angebotene, fertige Effektkoffer einfach nur eine Ebene haben, die nicht angewinkelt ist.
Dies heißt konkret, dass bei Pedalen mit einer Wippe/Taster wie sie z.B. Boss oder Digitech verwendet um den Effekt ein- bzw. auszuschalten, schwer zu betätigen sind sofern ein weiteres Pedal davor platziert wird! Dies schränkt die benutzbare Fläche ein, weil ihr etwa ¼ der Effektlänge bei der Planung für den Zwischenraum der 1. Effektreihe und 2. Effektreihe verplanen müsst. Erst dies ermöglicht, sofern keine Versetzung der Pedale möglich ist, einen einigermaßen bequemen Zugang mit dem Fuß.
Custom Effektboardbauer gehen deswegen den Schritt und integrieren einfach noch eine zweite Ebene im hinteren Bereich unter dem Netzteile zur Stromversorgung ebenso platzfinden. Außerdem platzieren sie eine bzw. mehrere Zwischenebenen, um die dazwischenliegenden Pedale besser erreichen zu können. Damit ist eine optimale Erreichbarkeit der Pedale gewährleistet. Dies wurde inzwischen von vielen Gitarristen selbst umgesetzt, so dienen beispielweise Mixer-Flightcases als Effektkoffer. Anregungen diesbezüglich findet ihr zu Hauf mit Hilfe von Google oder im Musikerboard.
Falls ihr die meisten Effekte schon zu Hause habt, könnt ihr diese für die Planung des optimalen Setup auf dem Boden aufbauen und ausmessen. Damit könnt ihr dann in etwa abschätzen welche Koffergröße ihr benötigt. Ansonsten bleibt euch leider nur der umständliche Weg sich sämtliche Daten der Effekte, die in Zukunft drauf sollen, bei den Herstellern im Manual Nachzuschlagen und mit Zettel und Papier euch an’s Zeichnen und Rechnen zu machen.

Ich möchte noch zum Schluss des Kapitels darauf eingehen, worauf noch zu achten ist, damit möglichst wenig Fehler auftreten:

  • Aus Platzgründen ist es praktisch sich Effekte zu kaufen die ein gewisses Einzelmaß nicht überschreiten. Als Richtlinie können hier die Standard Boss Gerät genommen werden: 73mm (breite) und 129 mm (länge).  Werte die leicht davon abweichen sind auch nicht weiter Schlimm. Setzt es einfach in eure Überlegung mit ein, wie viel Nutzen es im Vergleich zum Platz bringt. Um mal ein negativ Beispiel zu bringen: Ein Effekt das die Maße 170mm (breite) und 160mm (länge) besitzt und nur drei Regelmöglichkeiten hat, sofern euch der Klang nicht total von den Socken haut, ist Platzverschwendung.
  • Achtet auf geringen Stromverbauch der Bodeneffekte und das diese auch mit Batterie betrieben werden können – dazu aber im nächsten Kapitel genaueres
  • Die Effekte am besten mit starken(!) Klettband befestigen und die Fläche auf dem Board mit Klett-Flausch komplett auskleiden. Dies ermöglicht schnelles, einfaches Neupositionieren der Effekte! Dies gilt natürlich nur beim Boardselbstbau

 



 

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